3. CSEM Business Day: Vom Graphen zu den Chancen der Digitalisierung

Verfasst von ictk am 08.11.2017 - 07:50

250 Unternehmer und andere Innovationsschaffende trafen sich gestern am Vierwaldstättersee, um im Rahmen des 3. CSEM Business Day die Zukunft der Schweizer Industrie zu verhandeln. Dieses Jahr zählte Sir Konstantin Novoselov zu den Referenten der Veranstaltung. Der Physiker, der 2010 mit dem Nobelpreis ausgezeichnet wurde, zeigte dem Publikum die vielversprechenden Perspektiven von Graphen auf.

Mikrotechnik mit maximalem ökonomischem Nutzen einzusetzen, ist eine ausgewiesene Stärke der Schweiz. Dieses Leitmotiv zog sich als roter Faden durch den 3. CSEM Business Day. Nach den Veranstaltungen in Neuenburg und Zürich lud das Schweizer Forschungs- und Entwicklungszentrum für Elektronik und Mikrotechnik die Vertreter der Schweizer Industrie zum jährlichen Event im Zeichen der Innovation nach Luzern ein. Ganz in der Nähe, in Alpnach (OW), konnte das CSEM vor 15 Jahren dank der Unterstützung von sechs Innerschweizer Kantonen sein erstes Regionalzentrum eröffnen.

Das Neuenburger Forschungs- und Entwicklungszentrum übernimmt eine Brückenfunktion zwischen Forschung und Industrie. So erhielt das Publikum Einblick in zwei wichtige Themen der technischen Innovation: Am gestrigen Vormittag referierte der Physiknobelpreisträger Sir Konstantin Novoselov über das Potenzial von Graphen. Am Nachmittag zeigte Thomas Skordas, Direktor von DG Connect, der Generaldirektion der Europäischen Union für digitale Belange, die Herausforderungen der Digitalisierung für Europa auf.

Ziel des Business Day sei es, neue Entwicklungen des CSEM in der industriellen Digitalisierung, der personalisierten Medizin oder im Bereich Energie aufzuzeigen und der Industrie neue Ideen und potenzielle Geschäftsfelder näher zu bringen, betonen die Veranstalter. Dieses Jahr fanden Tandempräsentationen mit Industriepartnern und CSEM-Vertretern statt. In seiner Rede sagte Mario El-Khoury, nur durch Innovationen könne der Industriestandort Schweiz gesichert werden. Voraussetzung dafür sei die enge Zusammenarbeit zwischen Unternehmen und Forschungs- und Entwicklungszentren. Somit werde die Wettbewerbsfähigkeit der Wirtschaft erhalten.