25 Jahre SMS: Nur wenige wollen darauf verzichten

Verfasst von Fügemann/pte am 03.12.2017 - 10:00

Die weltweit erste SMS wurde am 3. Dezember 1992 in Grossbritannien verschickt - von einem Computer an ein Handy. Wurden im Rekordjahr 2012 allein in Deutschland noch 59,8 Mrd. Kurzmitteilungen verschickt, so sank die Zahl im Nachbarland im vergangenen Jahr auf 12,7 Mrd. Nachrichten. Das berichtet der Digitalverband Bitkom anlässlich des 25. Geburtstags des Kurznachrichtendienstes.

Seit 2013 aber befindet sich die SMS in der Krise. Hintergrund für den Abwärtstrend ist die weiter wachsende Verbreitung von Smartphones und der damit verbundene Boom von Messenger-Diensten wie Whatsapp und iMessage. "Die SMS hat ihre Hochzeiten hinter sich, völlig verschwinden wird sie aber in absehbarer Zukunft nicht", sagt Bitkom-Hauptgeschäftsführer Bernhard Rohleder. "Für die Betreiber der Mobilfunknetze ist der Trend weg von der SMS hin zu datenintensiven Messengern eine Herausforderung: Sie müssen Milliardenbeträge in die Netze investieren, ohne diese Investitionen zurückverdienen zu können."

Trotz der rückläufigen Zahlen wollen viele Smartphone-Nutzer nicht gänzlich auf SMS verzichten. Sechs von zehn (58 Prozent) greifen in Deutschland auf diese Funktion zurück, Online-Dienste wie Whatsapp und iMessage kommen nur bei wenig mehr Nutzern (62 Prozent) zum Einsatz. In der Schweiz ist die Situation ähnlich gelagert. "SMS sind eher bei älteren Nutzern populärer, internetbasierte Messenger-Dienste bei jüngeren", ergänzt Rohleder. Die SMS-Funktion wird häufig auch bei Authentifizierungsverfahren, etwa beim Online-Banking, genutzt. Der SMS-Standard hat den Vorteil, dass er auf jedem Handy funktioniert und keine Internetverbindung oder gesonderte Anmeldung voraussetzt. Bei Online-Messengern müssen Absender und Empfänger den gleichen Dienst installiert haben.